18. Prinz Charles - die Beziehung des englischen Thronfolgers zu Siebenbürgen und die Verwandtschaft mit Drakula


Eine besondere Beziehung zu Siebenbürgen und seiner alten deutschen Kultur hat der englische Thronfolger  Prinz Charles. Besonders der Ort   Deutsch-Weißkirch (rumän. Viseri) im Kreis Brasov, er liegt nicht allzu weit von Großpold entfernt, hat es ihm angetan. Das Interesse von Prinz Charles an Rumänien bzw. Siebenbürgen hängt wohl auch mit seiner weit verzweigten Verwandtschaft zusammen, so stammt seine Ururgroßmutter aus Siebenbürgen und ist in der Nähe von Klausenburg (rumän. Cluj) begraben. In der österreichischen "Kronenzeitung" schrieb ich über die Beziehung des Prinzen zu Siebenbürgen diesen "Streifzug":



Auch Professor Elmar Schenkel von der Universität Leipzig ist von Prinz Charles und seiner Beziehung zu Siebenbürgen angetan.Darüber schrieb er in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 12. 11. 2016

eine schöne Geschichte. Diese trägt den interessanten Titel "Transsilvanien liegt ihm im Blut - Rettung

für eine alte Welt: Das Engagement von Prinz Charles in Siebenbürgen". Elmar Schenkel erwähnt, dass die Siebenbürger Sachsen nach ihrer Auswanderung schöne Orte mit schönen Kirchenburgen hinterlassen

haben. Er schreibt: "Hier kommt nun Prinz Charles ins Spiel. Er ist ja nicht nur der ewig wartende

Thronanwärter, sondern auch bekannt für seine Einsprüche und Vorschläge zur Ökologie, Landwirtschaft

und Architektur". Prinz Charles ist daher auch fasziniert von der sächsischen Kultur in Siebenbürgen mit

ihren herrlichen Kirchenburgen und schönen Bauernhäusern. Der Prinz sprach mit den Leuten und

interessierte sich für deren Alltag. Er trat sehr bescheiden auf, "wie unsereiner", meinte man. Auf den

Kirchturm stieg er nicht, da er an Höhenangst leide. Der Prinz habe sich bei Frau Dootz über alte

Handwerkstechniken erkundigt. Diese gibt dem Prinzen auch bisweilen ein Gläschen mit selbst

gebrannten Schnaps. Frau Dootz fragt sich, ob seine Mutter ihn je einmal gestreichelt habe.

Jedenfalls scheint Frau Dootz dazu beigetragen zu haben, dass Prinz Charles von dieser alten

sächsisch-deutschen Kultur fasziniert ist. Er sieht wohl in dieser alten vor allem bäuerlichen Kultur

Siebenbürgens , die es nur mehr in Restengibt, einen spannenden Gegensatz zu unserer modernen,

durch die Industrie bestimmten Kultur. Uns scheint es ähnlich zu gehen bei unseren Forschungen

in Siebenbürgen.


Prinz Charles hat dort ein Haus, ist sehr beliebt und unterstützt viele handwerkliche Projekte. In Interviews lobt er die

Naturbelassenheit der Region. Einmal erzählte er, über eine gewisse Linie sei er sogar mit Vlad Tepes,

genannt Dracula, verwandt. Und dann sagte er lachend: „There is still much to do in Transylvania“. (